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Listenhunde in Hessen

Welche Rassen in Hessen auf der Liste stehen, ob ein Wesenstest hilft und was für Erlaubnis, Leine, Maulkorb und Versicherung gilt.

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1Wo lebt dein Hund?

2Welche Rasse?

Bei Mischlingen zählt oft, ob eine gelistete Rasse erkennbar beteiligt ist. Das regelt jedes Land anders.

Was für deinen Hund gilt

Ein Listenhund ist nicht automatisch gefährlich

Die Rasselisten knüpfen an die Rasse an, nicht an das Verhalten deines Hundes. 5 der 16 Bundesländer haben gar keine Rasseliste mehr und bewerten nur das Verhalten des einzelnen Hundes. In mehreren anderen Ländern kann ein Wesenstest zeigen, dass dein Hund unauffällig ist, und Auflagen lockern. Deshalb lohnt es sich, die Regeln deines Bundeslands genau zu kennen.

Rasseliste in Hessen

Für diese Rassen gelten in Hessen besondere Regeln. Das sagt etwas über die Rasse, nicht über deinen Hund.

Liste 1 · 9 Rassen

Rassen auf der Liste

  • Pitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier
  • Staffordshire-Bullterrier
  • Bullterrier
  • American Bulldog
  • Dogo Argentino
  • Kangal (Karabash)
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Rottweiler

Das gilt in Hessen

Kreuzungen und Mischlinge
Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden gelten ebenfalls als gefährlich vermutet (§ 2 Abs. 1). Ab der zweiten Generation muss laut Verwaltungsvorschrift die Behörde die prägenden Merkmale nachweisen.
Wesenstest
Positive Wesensprüfung ist Erlaubnisvoraussetzung, Pflicht erst ab 15 Monaten (§ 4 Abs. 4). Sie befreit von der Leinenpflicht (§ 9). Befreiung von der Erlaubnispflicht nach bestandener Begleithundprüfung möglich (§ 3a Abs. 2).
Erlaubnis
Ja, Erlaubnis der örtlichen Ordnungsbehörde (§ 1), höchstens vier Jahre befristet; bei Listenrassen laut Merkblatt zunächst zwei Jahre.
Sachkunde
Ja, Sachkundebescheinigung einer benannten Stelle, gilt nur für den geprüften Hund (§ 6).
Für alle Hundehalter
Kein allgemeiner Hundeführerschein in der HundeVO; Sachkunde nur für Halter gefährlicher Hunde.
Zuverlässigkeit und Alter
Mindestalter 18 Jahre, Zuverlässigkeit mit Führungszeugnis (§§ 3, 5).
Haftpflicht
Für gefährliche Hunde Erlaubnisvoraussetzung (§ 3 Abs. 1), laut Gemeinde Merkblatt mindestens 500.000 Euro Deckung. Eine Pflicht für alle Hunde enthält die HundeVO nicht.
Leine
Außerhalb des eingefriedeten Besitztums Leine von höchstens 2 m; ausgenommen Hunde mit positiver Wesensprüfung (§ 9). Behörde kann Leine trotzdem anordnen.
Maulkorb
Keine generelle Maulkorbpflicht in der HundeVO gefunden; die Behörde kann Beißschutz auch nach positiver Wesensprüfung anordnen (§ 9 Abs. 3).
Unterwegs und verbotene Orte
Alle Hunde an die Leine bei öffentlichen Versammlungen, Märkten, Veranstaltungen, in Gaststätten und öffentlichen Verkehrsmitteln (§ 9 Abs. 2). Gefährliche Hunde außerhalb von Grundstück oder Wohnung an höchstens 2 m Leine, außer nach positiver Wesensprüfung.
Wer den Hund führen darf
Nur Personen ab 18 Jahren mit Sachkunde, Zuverlässigkeit sowie körperlicher und geistiger Eignung. Gefährliche Hunde nur einzeln führen. Erlaubnis mitführen, wer nicht Halter ist, zusätzlich die Sachkundebescheinigung (§ 8).
Melden
Binnen einer Woche anzeigen: Erwerb, Abgabe oder Aufgabe der Haltung mit Namen und Anschriften, Zuzug, Wegzug, Umzug, Abhandenkommen oder Tod (§ 15 Abs. 4). Verdacht auf Gefährlichkeit unverzüglich anzeigen; Erwerber auf Gefährlichkeit hinweisen.
Zuzug, Urlaub und Besuch
Gilt für Hunde, die in Hessen gehalten werden (§ 17). Sachkunde aus anderen Ländern kann anerkannt werden. Bei bis zu vier Wochen Aufenthalt keine Sachkunde nötig, wenn der Hund einen Beißschutz trägt (§ 4 Abs. 5). Zuzug binnen einer Woche anzeigen.
Kennzeichnung am Hund
Alle Hunde tragen außerhalb Halsband oder Brustgeschirr mit Name und Anschrift des Halters (§ 1 Abs. 2). Gefährliche Hunde zusätzlich Chip sowie Warnschild „Vorsicht Hund!“ an allen Zugängen, außer nach positiver Wesensprüfung (§§ 10, 12).
Chip und Register
Elektronisch lesbarer Chip für gefährliche Hunde, gesetzt durch Tierarzt (§ 12); Chipnummer steht in der Erlaubnis. Register: unbekannt, online keine Informationen gefunden.
Verbote
Vermehrung, Handel, Erwerb und Abgabe gefährlicher Hunde ohne positive Wesensprüfung verboten, Tierheime ausgenommen (§ 13). Eine Pflicht zur Kastration enthält die HundeVO nicht.
Steuer
Nachweis der bezahlten Hundesteuer ist Voraussetzung der Erlaubnis (§ 3 HundeVO).
Hinweise
Hessen kennt nur eine Liste mit neun Rassen ohne Kategorien. Ohne positive Wesensprüfung gibt es keine Erlaubnis.

Mit dem Hund in Bahn und Zug

Deutsche Bahn

Regel des Unternehmens: Hunde ohne Transportbox müssen im Zug angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Blindenführ- und Assistenzhunde ohne Maulkorb. Größere Hunde zahlen den halben Fahrpreis. Sonderregeln für Listenhunde nennt die DB nicht. Quelle ↗

Das sind Regeln der Bahnunternehmen, keine Gesetze. Regionale Verkehrsbetriebe können eigene Regeln haben.

Bundesweit: Einfuhr und Verbringen nach Deutschland verboten. Weitere Rassen sind verboten, wenn das Landesrecht am Haltungsort ihre Gefährlichkeit vermutet. Strafe: Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, Versuch strafbar. Verbot gilt auch für Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunden (§ 2 Abs. 1 HundVerbrEinfG). Gesetz ↗

Hundesteuer in Hessen

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Häufige Fragen

Welche Hunde gelten in Hessen als Listenhunde?

Auf der Liste stehen: Pitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier, American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Kangal (Karabash), Kaukasischer Owtscharka, Rottweiler.

Ist ein Listenhund in Hessen automatisch gefährlich?

Nicht automatisch im Sinne seines Verhaltens: Die Liste knüpft an die Rasse an. Zum Wesenstest gilt: Positive Wesensprüfung ist Erlaubnisvoraussetzung, Pflicht erst ab 15 Monaten (§ 4 Abs. 4). Sie befreit von der Leinenpflicht (§ 9).

Brauche ich in Hessen eine Haftpflichtversicherung?

Für gefährliche Hunde Erlaubnisvoraussetzung (§ 3 Abs. 1), laut Gemeinde Merkblatt mindestens 500.000 Euro Deckung. Eine Pflicht für alle Hunde enthält die HundeVO nicht.

Quellen und Methodik

  • umwelt-online: Hinweise zur Durchführung der HundeVO (Sekundärquelle) Zur Quelle ↗
  • FIM Portal Hessen: Erlaubnis gefährlicher Hund Zur Quelle ↗
  • Gemeinde Schöffengrund: Merkblatt Erlaubnisverfahren Zur Quelle ↗
  • RP Darmstadt: Standards Sachkunde und Wesensprüfung Zur Quelle ↗
  • Gemeinde Eichenzell: HundeVO Hessen (Gesamtausgabe aus Landesrecht Hessen, Stand 2022) Zur Quelle ↗
  • HundVerbrEinfG (gesetze-im-internet.de) Zur Quelle ↗
  • § 2 HundVerbrEinfVO (gesetze-im-internet.de) Zur Quelle ↗
  • § 143 StGB (weggefallen) Zur Quelle ↗
Recherchiert von Vanessa, Gründerin von Promo Codes for Pets, zusammen mit Flicky. Zuletzt geprüft: 23.10.2026.
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